Der Vorschlag zur Devisentransaktionssteuer im Jahr 1972

Ein Artikel zu geplanten Devisentransaktionssteuer in 1972

Nachdem sich Anfang der 1970er Jahre abzeichnete, dass das Bretton Woods System nicht länger Bestand haben würde, unterbreitete der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler James Tobin den Vorschlag der Besteuerung von Devisentransaktionsgeschäften. Konkret sollte jeder Tausch einer Währung in eine andere mit einer Umsatzsteuer versehen werden. Tobin prophezeite bereits zu dieser Zeit, dass eine Liberalisierung der Devisenmärkte zu erheblichen Finanzspekulationen führen würde und sich daraus signifikante Verfälschungen der Wechselkurse ergeben würden. Die Besteuerung von Devisengeschäften sollte Währungen als Objekte für kurzfristige Spekulationen uninteressant machen und diesem Segment Stabilität verleihen. Tobin sah durch stark schwankende Wechselkurse den „sinnvollen“ Währungshandel, nämlich Devisenkauf zwecks Außenhandel und Auslandsinvestitionen, gefährdet. Zudem sollte die Eindämmung von Spekulationsgeschäften die Gefahr von Finanzkrisen in Schwellenländern mit labiler Währung verringern. Tobin schlug eine Besteuerung in Höhe von einem Prozent des jeweils umgesetzten Volumens beim Tausch einer Währung in eine andere vor. Sollte die neue Währung später in die ursprüngliche zurück getauscht werden, so würde die Steuer in gleicher Höhe erneut anfallen.

Quelle: Eigene Recherchen, Angaben ohne Gewähr.

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